Grüner Hahn - kirchliches Umweltmanagement - aktuell

Symbolik - Bewahrung der Schoepfung - Foto: Walter Krienke

 


Der "Grüner Hahn" mahnt zur Bewahrung der Schoepfung

»Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden,
dass er ihn bebaue und bewahre.«
1. Mose 2,15

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Anbringung des Emas-Schildes

 

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Für unsere Gemeinde sind diese Worte aus der Schöpfungsgeschichte unserer Bibel nicht einfach nur fromme Worte. Wir möchten gerne – gemäß dieses Anspruchs – in unserer Gemeinde leben: glaubwürdig, nachhaltig und wirtschaftlich. Diesem Dreisatz unterziehen wir unser gemeindliches Leben. Das wird ganz konkret in den Alltagsfragen: Wie beheizen wir unsere Räumlichkeiten? Wie beleuchten wir unser Pfarrhaus? Wie können wir den Strom- und Wasserverbrauch reduzieren? Ist unser Kopierpapier umweltfreundlich? Womit reinigen wir die Böden? Was machen wir mit dem Abfall? Viele von Ihnen stellen sich diese konkreten Fragen daheim auch – wir auch, aber hier vor allem als Gemeinde. Deshalb haben wir vor knapp zwei Jahren begonnen, ein Umweltmanagement für unsere Gemeinde aufzubauen. Dieses Management arbeitet nach Richtlinien des „Grünen Hahns“ und orientiert sich an den Umweltmanagement- bestimmungen der Europäischen Union (EMAS III).
Einen wichtigen Zwischenschritt haben am 5. Februar geschafft: unser Umweltmanagementsystem ist nach EMAS III zertifiziert worden.
Aber es geht weiter. Nun beginnt für unsere zehnköpfige „Grüne Hahn Gruppe“ der nächste Arbeitsteil. Zum einen soll. möglichst viel konkret umgesetzt werden (z.B.Isolation, neue Thermostate) und zum anderen wollen wir die Menschen in unseren Gemeindegruppen mitnehmen auf dem Weg, bewusster zu leben – nicht nur daheim, sondern auch beim Besuch der Gemeinde. Eine spannende Aufgabe. Wenn Sie Lust an der Mitarbeit haben – wir freuen uns über interessierte und neue MitarbeiterInnen.

Seite 16 - Gemeindebrief Nr. 1/ 2010

 Die Gueltigkeitserklärung

  
  Ueberreichung der Gueltigkeitsurkunde - Foto: Walter Krienke
    Dipl.-Ing. Henning von Knobelsdorff überreicht die gültige Umwelterklärung dem Kirchenvorstand und dem Umweltteam
v.l.: Ulrike Meusel (KV), Markus Steinfelder (UT), Allen-Cnut Zauss (UM), Dipl.-Ing. Henning von Knobelsdorff, Ditmar Meusel (UM), Uwe Jacob (Vorsitzender KV), Birgit Michel (UT), Edith Brandt

Ueeberreichung des EMAS-Zertifikates - Foto: Walter Krienke
Herr Michael Bruns-Kempf überreicht die Tafel (Eintragung bei der IHK erfolgt) dem Umweltmanager Ditmar Meusel
v.l.: Edith Brandt, Birgit Michel (UT), Allen-Cnut Zauss (UM), Michael Bruns-Kempf, Ditmar Meusel (UM)

Anbringung des EMAS-Schildes

Es ist geschafft - nun ist es öffentlich - wir sind zertifiziert.

Keine Umweltpolizei, aber viele kleine Maßnahmen

St. Alexandri schließt sich dem Projekt "Grüner Hahn" an / Umweltmanagement für Gemeinde und Gebäude

Eldagsen (kata). Das nächste Treffen, bei dem die Arbeitsgruppen Ergebnisse vorstellen, steht noch bevor. Aber schon jetzt steht für die Umweltbeauftragten von St. Alexandri, Ditmar Meusel und Cnut Zauss, fest: Gemeindehaus und Pfarrscheune sind Katastrophenzonen. Besonders die Türen des Gemeindehauses machen Sorgen."Ein Sack könnte dichter sein", stöhnt Meusel. Die beiden engagieren sich im Projekt "Der Grüne Hahn".
          Sinn und Zweck von "Der Grüne Hahn" ist es, in den Kirchen nicht nur von der Erhaltung der Schöpfung zu reden, sondern konkret in den kirchlichen Gebäuden tätig zu werden. Um nicht nur ein paar Energiesparlampen reinzuschrauben und dann das Thema wieder zu vergessen, sei es wichtig ein Umweltmanagement zu schaffen, ist Meusel überzeugt: "Ohne System geht es nicht." Schließlich wäre es leicht sich über Missstände aufzuregen. Wenn aber keine Zuständigkeiten vorhanden sind, dann bleibe es beim Aufregen.
         Nachdem bereits Arbeitsgruppen für Bereiche wie Gebäude, Wasser, Heizung, Hauswirtschaft oder Beschaffung gebildet wurden, werden derzeit erste Bestandsaufnahmen durchgeführt. Die Ergebnisse werden am Dienstag, 6. Januar, vorgetragen. Daraus soll ein Programm entstehen, wie St. Alexandri umweltfreundlicher werden kann.
         Praktische Schritte, die sich bereits als Handlungsfelder ergeben haben, sind etwa einfach durchzuführende Wassersparmaßnahmen an den Waschbecken im Gemeindehaus. Meusel: "Es macht einen Unterschied, ob der Wasserdruck fünf oder fünfzehn Liter pro Minute durch einen Hahn schießt." Auch kleine Beiträge wie Umweltpapier statt gebleichtes Büromaterial solle Standard werden.
         Für die Pfarrscheune könnte sich Zauss sogar eine Komplettsanierung vorstellen. Auch wollen die Umweltbeauftragten die Heizphasen in der Kirche beobachten, damit der Wärmehöhepunkt in den Gottesdienst fällt und nicht eine Stunde davor oder danach erreicht wird. 

Cnut Zauss und Ditmar Meusel - Foto: kata - www.ndz.de
Foto: kata - www.ndz.de  - Wir danken für dieses Foto

Cnut Zauss (l.) und Ditmar Meusel sind die beiden Umweltbeauftragten der St.-Alexandri-Gemeinde.
Gemeinsam mit den Mitgliedern ihres Umweltteams arbeiten die beiden
an einem Umweltmanagmentsystem für ihre Gemeinde am Gehlenbach.

Ganz großes Ziel sei aber, dass die Gemeinde das Umweltprogramm anfängt zu leben. Deshalb sollen Infoabende organisiert werden, bei denen Filme wie Al Gores "Eine unbequeme Wahrheit" gezeigt werden. Aber: "Wir wollen keine Umweltpolizei werden", betont Meusel.

Dennoch kleine Verhaltensänderungen, etwa, dass Gemeinde- glieder nach dem Betreten der Kirche die Tür schließen oder die Heizung nach Versammlungen herunterzudrehen, gehören dazu. "Wenn wir das erreichen, ist das sehr viel", so Meusel.

© Neue Deister-Zeitung, 30.12.2008

St. Alexandri prüft eigenen Umweltschutz - Presseartikel

 

  emblem2002mini.gif ..... wo Menschen Gemeinschaft finden!